Lizenzierung

 

Stand

zur Vernetzung von Automations- und Steuerungssystemen wurden in den den letzten Jahrzehnten vielfältige Lösungsansätze entwickelt und auf dem Markt etabliert. Allerdings stellen diese Systeme hohe Anforderungen an Ihre Entwickler sowie das Installations- und Wartungspersonal. Zudem ist die Spezifikation und Technik dieser Systeme oftmals nicht vollständig transparent und aufgrund dessen auch nicht beliebig wart- und erweiterbar. All dies führt letztendlich zu einer eingeschränkten Systemlebensdauer, verringerter Systemverfügbarkeit und hohen Betriebskosten

Wir möchten Ihnen hier eine Lösung aufzeigen, welche mit dem  Ziel entwickelt wurde als weitgehend offenes System den Bedarf der Nutzer bestmöglich, effizient und mit hoher Investitionssicherheit abzudecken

Proprietäre Systeme

die Märkte der Automatisierungstechnik, werden traditionell von mehr oder minder proprietären Systemlösungen bestimmt. Dies sorgt für eine oft weitgehende Bindung des Kunden an das jeweilige System, eine vielfältige Systemlandschaft und die stetige Generierung von neuen, “besseren” Systeme, da die bestehenden oft über die Grenzen der Leistungsfähigkeit belastet sind oder schlicht keine Ersatzteile oder Fachwissen mehr zu dem bestehenden System vorhanden ist

Hierdurch ist:

  • der Preis für Einsatz und Unterhalt eines Systems auf einem hohen Niveau
  • Drittanbietern der Zugang zum System stark erschwert
  • dem Endkunden der vollständige Einblick in sein System und seine Datenwelt verwehrt
  • die Erweiterbarkeit des Systems durch Nischenprodukte unmöglich
  • die Bewertung der Wirksamkeit der Schutzmechanismen vor Missbrauch und Manipulation nicht möglich, wobei die Schützbarkeit eines solchen, proprietären, Systems prinzipiell fraglich erscheint

All dies führt zu einer starken Segmentierung des Marktes und bei vielen potentiellen Kunden, z.B. im Bereich der privaten Gebäudeautomatisierung zu mangelnder Akzeptanz dieser proprietären Systeme

Offene Systeme

kennzeichnen sich durch eine vollständige Offenlegung der zugrunde liegenden Spezifikation des Kommunikationsstandards aus. Es besteht die Möglichkeit und das Recht für Jedermann kompatible Produkte zu verwenden, zu erzeugen und zu vertreiben. Hierdurch wird die Verbreitung des Systems gefördert und eine stetige Weiterentwicklung durch die Arbeit unabhängiger Entwicklungsteams auf gemeinsamer Basis gewährleistet. Spezielle Halbleiter oder geschlossene Software-Bibliotheken werden nicht eingesetzt.

Allerdings ist die Koordination der Entwicklung unter Einhaltung der Kompatibilität problematisch und bedarf der Installation einer kontrollierenden Instanz

Link Network Protocol

Hierbei handelt es sich um ein weitgehend offenes System, welches eine nicht kommerzielle Nutzung uneingeschränkt ermöglicht und fördert. Die Veröffentlichung dieser Spezifikation erfolgt unter folgender  CC-Lizenz

Creative Commons Lizenzvertrag
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz

Kommerzielle Nutzung

Bei kommerzieller Nutzung ist eine Schutzgebühr für die Registrierung und den Ersterwerb des Specification and implementation guide,  Link network protocol via RS-485 zu entrichten. Diese Gebühr beinhaltet bereits die Zuteilung einer MID (Manufacturer IDentifier)

Zusätzlich ist zum 15.01 eines jeden Jahres eine Mengenmeldung der, unter Verwendung der Spezifikation, hergestellten Netzwerkknoten des vergangenen Jahres abzugeben. Pro Netzwerkknoten ist ein nachträgliche, einmalige Lizenzgebühr an den Urheber der Spezifikation zu entrichten. Entgeltvereinbarungen auf anderer Grundlage sind möglich.

Warum wurde diese Art der Lizenzierung gewählt?

  • Die Durchsetzung eines Standards erfordert eine Koordination des Entwicklungsstranges. Eine einheitliche und kompatible Implementierung wäre unmöglich, falls mehrere Versionen des Standards von verschiedenen Urhebern gleichberechtigt existierten
  • Jedermann der das System für private, nicht kommerzielle Zwecke erweitern möchte ist in seinem Tun und Handeln vollkommen frei, solange er die Ergebnisse nicht kommerziell verwertet
  • die bei kommerzieller Nutzung zu entrichtenden Kosten sind Stückzahl abhängig, gering und gut kalkulierbar
  • Nur eine aktuelle und aktiv gepflegte und erweiterte Spezifikation gestattet die Entwicklung kompatibler Komponenten auf der jeweiligen Höhe der Zeit. Die Schaffung und Pflege der Spezifikation erfordert zeitlichen Aufwand
  • Betrieb und Lebensunterhalt benötigen monetäre Einnahmen um eine gesicherte Existenz zu gewährleisten

 Wie entwickelt sich die Spezifikation weiter?

  • Rückmeldungen aus der Anwenderschaft werden im Blog veröffentlicht, zur Diskussion gestellt und unter dem Vorrang des Erhaltes einer schlanken Spezifikation in diese aufgenommen
  • eine Fortschreibung der Spezifikation soll 2-mal jährlich oder bei dringendem Bedarf erfolgen

Zuteilung einer MID

Auf Wunsch können auch nicht kommerzielle Nutzer gegen Erhebung einer Schutzgebühr die Zuteilung einer MID (Manufacturer IDentifier) beantragen. Die Veröffentlichung der MID erfolgt in der Spezifikation

Download

eine Kopie der Spezifikation ist hier verfügbar